Donnerstag, 28. November 2013

LAST NIGHT

Liebes Filmtagebuch,

gestern habe ich "Last night" sehen dürfen.
Ein Film von Massy Tadjedin.

Massy Tadjedin ist eine iranisch-amerikanische Filmregisseurin und Autorin. 1987 in Teheran geboren. Ich hege schon länger eine On and off Liebe zu iranischen Filmen, oder Filmen aus der Feder eines iranischen Regisseurs. Da wären "Huhn mit Pflaumen", "Une seperation", Dokumentarfilme wie "Iran - Im Reich der Schüssel" oder ...

Last night spielt aus der Sicht Keira Knightley's, die eine glückliche Beziehung führt aber durch eine Begegnung eines alten Freundes dazu verführt wird fremd zu gehen.
Der Film ist in einem blau schwarz gedreht. Eine Atmosphäre, die schmeichelt. Keira spielt schön und ist genau die richtige Besetzung für dieses verletzliche Mädchen. Sie spielt eine Schriftstellerin mit Begabung aber auch Schreibblockade. Besonders in Erinnerung ist mir geblieben wie sie mit ihrem zierlichen Körper auf der Fensterbank ihrer Wohnung sitzt.
Ich mag die Herangehensweise an das kritische Thema des Fremdgehens. Es ist eben nicht einfach nur Betrug sondern das Resultat einer Lebensgeschichte. Ein Teil einer Geschichte. Jeder hat seine Gründe für seine Entscheidungen.

Oscar Wilde sagte mal, man solle der Verführung nachgeben, denn man wisse nicht ob die Verführung wieder käme.

Leßt das nächste Mal über “Der Duft der Frauen“

Mittwoch, 27. November 2013

MAN OF STEEL

Liebes Filmtagebuch,

heute habe ich den Film "Man of steel" geschaut.
Der neue Film von einem meiner Lieblingsregisseuren Christopher Nolan. Mit Filmen wie "Inception", die neue Batman Reihe "The dark knight" hat er mich schon vor Jahren überzeugt. Aber wie das so mit der Liebe zu Regisseuren ist, es dauert Jahre bis man sich bewusst wird, dass man einen Lieblingsregisseur findet und sich seiner Liebe zu den Filmen bewusst wird.
Nun, "Man of steel" wurde groß gehypet. Werbung bis zum geht nicht mehr.
Auch mich hat es erwischt, als ich den nichtssagenden aber dadurch besonders spannenden Trailer gesehen habe. Ich war schon immer ein Fan von Comicverfilmungen und bin ein Fan von Clark Kent und Louis Lane seit ich die amerikanische Serie im deutschen TV gesehen habe. Clark Kent damals gespielt von dem wunderschönen Dean Cain, den ich sogar einmal am Frankfurter Flughafen begegnen durfte.
Aber kommen wir zum Film. Die Filmmusik ist ähnlich imposant und düster wie in den Dark knight Verfilmungen. Die Bilder sind auch eher düster und der Film beginnt mit einer Szene in Outer space, auf Krypton, dem Planeten auf dem Superman geboren wurde. Den Vater von Superman spielt Russel Crowe. Der weltliche Vater wird gespielt von Kevin Costner. Louis Lane ist Isla Fisher (sieht Amy Adams nicht haargenau aus wie Isla Fisher?). Alles Schauspieler, die ich gerne sehe. Und die ich mich freue zusammen wiederzusehen. Journalismus, Militär, Verschwörungen, außerirdische Intelligenz all dies sind Themen, die der Film gerne aufgreift. Auch Lois Lane ist nicht einfach nur eine Journalistin eines lokalen Blattes in Metropolis, sondern eine agressive Journalistin, mit internationalen Kontakten. In der vierundvierzigsten Minute tritt Superman seinem Vater gegenüber. Er sagt tatsächlich "Ich bin Dein Vater."
Die düstere Technik, Mechanik. Die Szenen sind fast schwarz weiß gehalten. Es erinnert an Star wars, wenn ich Star wars je bewusst gesehen hätte. Der Regisseur tobt sich aus. Ich schätze man will mal wieder 3D in seiner besten Form zeigen. Mich nervt das 3D nur. Mich würde es freuen, wenn ich im Kino immer einen perfekten Platz hätte, aber wer hat schon Zeit seinen Kinobesuch lange zu planen? Mich würde 3D freuen, wenn ich ein Heimkino hätte und die Lautstärke regulieren könnte, aber wer hat schon genug Geld um sich ein tolles Heimkino zu kaufen?
Die Geschichte, eine außerirdische Zivilisation, die untergeht, weil die Geburtenkontrolle der Regierung den natürlichen Lauf der Welt stört. Der Kern des Planeten Krypton gerät aus dem Gleichgewicht. Puff.

Mein Urteil: Na ja.

Noch habe ich den Film nicht annähernd bis zur Hälfte angesehen. Vielleicht werde ich ihn mir im Kino ansehen.
Jetzt hat Superman seine Uniform an und fliegt das erste Mal. Die Musik ist imperialistisch. Weiter gehts mit Louis Lane, die Recherchen über Clark Kent macht.

The Lunchbox

Mit Irrfan Khan und Nimrat Kaur

Dieser Film ist wirklich herzerwärmene, zu dieser Jahreszeit genau das Richtige. 

Zwei einsame Seelen treffen durch Zufall aufeinander, es verbindet sie eine Brieffreundschaft, die charmant und tiefgründig ist. So steht es in den Beschreibungen zum Film. Sieht man den Trailer weiß man nicht recht um welche Art Film es sich handelt.
Aber sitzt man im Kino weiß man schon in den ersten zehn Minuten, dass der Film ein ganz großer werden könnte. Der Humor ist fein und pointiert. Die Charaktere sind charmant. Die Kulisse ist schlicht gehalten obwohl es sich um die Millionenstadt Mumbai handelt. 
Besonders war ich auch von den deutschen Synchronstimmen fasziniert. 
Irrfan Khan spielt den bald-pensionierten Schadensberechner und gibt den verschrobenen Witwer und das so liebenswürdig und trotzdem ohne viele Worte. Ihm kommen die meisten Lacher zu und das obwohl er die Komik nur mit einem Blick erzielt. Genial.
Nimrat Kaur, eine mir noch unbekannte Schauspielerin glänzt mit Schönheit und Weisheit genauso wie mit Zurückhaltung und Selbstbewusstsein in ihrer Rolle und auch als Talent.
Ein Film der so sehr entschleunigt. Ein Film, der mit so viel Geduld das fahrende Essen der Dabbawallahs zeigt. Ein Film, der sich Zeit nimmt und auch erinnert was wirklich wichtig ist im Leben. Die reinen und klaren Gedanken eines jeden vielleicht. Einfach mal einen Brief schreiben, an sich selbst oder an einen anderen und sich darüber klar werden.

Das nächste Mal lest Ihr über “Babel“.

Dienstag, 26. November 2013

The fugitive

Mit Harrison Ford und Tommy Lee Jones

Ein spannender und immer wieder gern gesehener Thriller um einen Arzt, der gleich zu Anfang des Films des Mordes seiner Ehefrau angezeigt und verurteilt wird. Der Bus, der ihn ins Gefängnis bringen soll verunglückt und er kann entkommen. Er entscheidet sich den Fall auf eigene Initiative hin zu untersuchen. 
Tommy Lee Jones und Harrison Ford spielen unabhängig voneinander einfach hervorragend. Der Film rennt förmlich und wird an keiner Stelle langatmig. Höchstens vielleicht am Ende, wo es für den Zuschauer schon aufgeklärt wurde aber noch nicht zwischen den Hauptakteuren. 
Normalerweise mag ich solche Filme/Thriller nur wenn es um Weltpolitik oder Regierungsverschwörungstheorien geht aber dieses Exemplar ist auch sehr interessant.
Ich konnte nicht umschalten. Und das sogar trotz Werbeunterbrechung im TV.
Der Film spielt in Chicago. Eine wunderschöne Stadt. 

Das nächste Mal könnt Ihr etwas über den Film “The company you keep“ lesen.

Sonntag, 24. November 2013

BLUE JASMINE


Drehbuch und Regie Woody Allen
Mit Cate Blanchett und Alec Baldwin

Ein neuer Woody Allen Film. Wie lange haben wir darauf gewartet? Nein, eigentlich gar nicht so lange. Es ist immer wieder schön von Allen zu hören und in letzter Zeit auch und vielleicht eher zu sehen. Denn die letzteren Filme von Allen sind eher als Städteführer oder eher Städtehommagen in Erinnerung geblieben.
Bei mir nicht. Ich bin ein großer Fan von Allen und empfand die Filme als Kompliment an die Filmindustrie und das Leben. Eine gute Prise Humor und eine visuelle Sprache, die leicht verständlich und voller Ästhetik steckt.
Für Allen's Filme würde ich gerne ausschließlich die schönsten Worte finden. Aber diesmal war ich eher verstört als der Abspann lief. Eine Cate Blanchett, die den Film über rotunterlaufende Augen hat, sei es wegen Tränen oder wegen des Alkohols. Zu viel Realität, zu wenig Raum zum träumen. Einer Freundin hat besonders diese Realität gefallen. Für mich war es zu viel rohes Fleisch. Im ungekochten Sinne, zu blass, zu sehnig. Woody Allen auf meinem Teller? Ich lasse das Gericht zurückgehen. Nein, diesen Woody Allen will ich nicht aufessen und verdauen. Obwohl ich so Hunger habe.
Ich frage mich schon während des Films, meint der Regisseur es ernst oder spaßig? Soll mich der Film eher amüsieren oder soll ich mehr auf meine Mitmenschen achten?
In einem Interview der Gala sagt Cate Blanchett, sie habe sich einige YouTube Videos angesehen um zu erfahren wie es ist depressiv zu sein und unter bestimmter Medikation zu agieren. Es sei nicht angenehm für Menschen sich mit dem Wahnsinn aus zu setzen.
Wollte Woody den Wahnsinn des Lebens aufzeigen? Macht er das nicht immer?

Reingehen, Film gut finden. Das Leben ist zu kurz für schlechte Kritiken.

Das nächste Mal könnt ihr, wenn ihr mögt meine Kritik zu “The lunchbox“ lesen.

Freitag, 22. November 2013

"After earth"

Mit Will Smith

Ich war ziemlich gespannt auf den Film, fand den Trailer gut und wollte ihn eigentlich gerne sehen. Aber dann waren die Kritiken so schlecht und nirgendwo wurde man mehr auf diesen Film aufmerksam gemacht. Echt schade.
Jetzt, bestimmt mehr als ein halbes Jahr später habe ich ihn endlich gesehen und bin nochmals positiv überrascht gewesen. Ich war vorbereitet auf den nächsten Blockbuster mit lauten Soundeffekten und oder fiktiven Monstern und Bedrohungen in eben genau dieser postapokalyptischen Welt namens “after earth“.
Aber dem war gar nicht so. Mit einer kurzen Vorschau zum eigentlichen Kern des Films geht es los. Und das war es auch an überraschender und übertriebener Aktion. Es geht um den legendären Soldaten Will Smith, der mit seinem Sohn auf seine letzte Mission vor der Pension geht. Es geht auf ein Raumschiff, Turbulenzen, sie müssen notlanden auf der Erde. Lange Zeit nicht mehr vom Menschen bevölkert sieht es nun verwildert aber auch erholt aus auf der Erde. Beim Aufprall ist das Raumschiff in zwei gebrochen. Der Sohn muss alleine 100 km laufen um ein Notruf Signal vom hinteren Teil des Schiffes zu aktivieren. Abenteuer vorprogrammiert. Aber nicht nur Aktion und vielleicht sogar Level-hopping beherrscht den Film sondern eben auch die persönliche Entwicklung des kleinen Jungen und die Theorie über das Gefühl namens Angst.
Wie gesagt die Effekte, visuell und Audio sind nicht zu viel und lassen den Zuschauer eher das Schauspiel des Charakters bewundern und die Message verstehen.
Erst beim Abspann las ich, dass Will Smith zusammen mit Shyamalan diesen Film produziert hat. Mit Abstand der beste Film von Night M. und absolut sehenswert.
Schön auch, dass man den Fingerabdruck von Night M. wiedererkennt.

Bis zum nächsten Mal,
dann geht es um “Auf der Flucht / The fugitive“ Harrison Ford und Tommy Lee Jones

Donnerstag, 21. November 2013

Liebes Filmtagebuch,

heute habe ich den Film `Analyze this` von Harold Ramis gesehen. Der Regisseur hat tolle Ideen und ich mochte seine Erscheinung schon in Ghostbuster als er selbst als Schauspieler Igor miemte. Harold Ramis hat viele tolle Filme gemacht und ich habe noch lange nicht alle gesehen. Ich hoffe seine Kreativität und sein Humor steckt an, denn schon lange kann ich die null acht fünfzehn Filme mit Monstern und Kriegen nicht mehr sehen. Wie immer bleibt der Regisseur relativ unbekannt und man ließt in den Medien nur, dass Robert de Niro einen neuen Film hat. Aber es ist ja auch immer eine kollektive Arbeit und ich bin sicher, dass Harold Ramis uns das verzeit, wenn wir seine Reihe `Analyze this` 1 und 2 in Erinnerung behalten, weil Robert de Niro und Billy Crystal ganz toll ihre Rollen spielen. Ein wirklicher Spaß und ich glaube ich habe beide Filme schon einmal nebenbei gesehen aber nie bewusst umso mehr Spaß hat es mir diesmal gemacht. Die humoristischen Szenen sind hervorragend und die Dialoge haben Geschwindigkeit, genauso wie die aufeinanderfolgenden Gags.

Das nächste Mal geht es um: “Blue Jasmine“
Cheeni kum
(Englischer Titel: Less sugar)
Zuckersüß und echt scharf

Mit Amitabh Bachchan

Ein Bollywood Film mit wenig Tamtam. Viel Herz und Seele. Drama und Liebe. Familie und das Leben.

Gestern also habe ich Cheeni kum gesehen. Er lief erst vor kurzem im Fernsehen, da hatte ich ihn verpasst. Es geht um den etwas in die Jahre gekommenen Spitzenkoch Buddha, der so von sich überzeugt in den ersten Szenen auf eine Dame trifft, die sein Essen zurückgehen lässt und sie deswegen im Restaurant ziemlich zurecht weißt. Aber sie lässt sich nichts erzählen und kehrt mit dem eigens gekochten Gericht zurück in seine Küche und stellt ihn bloß. Es folgen witzige Dialoge sowie realistische Selbstgespräche Buddhas.
Das Paar verliebt sich, verbringt Zeit miteinander. Alles spielt in London. Als der Vater der Protagonistin erkrankt geht es weiter in Delhi. Probleme folgen, wie zum Beispiel, dass die zwei dreißig Jahre Altersunterschied haben kommen auf. Trotzdem bleibt der Film trotz seiner käsigen Vorurteile gegenüber den zwischenmenschlichen Beziehungen positiv und humorvoll.
Ich mochte den Film nicht in jeder Szene aber die Dialoge und der absolut überzeugende Amitabh sind es Wert sich den Film anzusehen.

Genug für heute.
Morgen geht's weiter mit “after earth“