BLUE JASMINE
Drehbuch und Regie Woody Allen
Mit Cate Blanchett und Alec Baldwin
Ein neuer Woody Allen Film. Wie lange haben wir darauf gewartet? Nein, eigentlich gar nicht so lange. Es ist immer wieder schön von Allen zu hören und in letzter Zeit auch und vielleicht eher zu sehen. Denn die letzteren Filme von Allen sind eher als Städteführer oder eher Städtehommagen in Erinnerung geblieben.
Bei mir nicht. Ich bin ein großer Fan von Allen und empfand die Filme als Kompliment an die Filmindustrie und das Leben. Eine gute Prise Humor und eine visuelle Sprache, die leicht verständlich und voller Ästhetik steckt.
Für Allen's Filme würde ich gerne ausschließlich die schönsten Worte finden. Aber diesmal war ich eher verstört als der Abspann lief. Eine Cate Blanchett, die den Film über rotunterlaufende Augen hat, sei es wegen Tränen oder wegen des Alkohols. Zu viel Realität, zu wenig Raum zum träumen. Einer Freundin hat besonders diese Realität gefallen. Für mich war es zu viel rohes Fleisch. Im ungekochten Sinne, zu blass, zu sehnig. Woody Allen auf meinem Teller? Ich lasse das Gericht zurückgehen. Nein, diesen Woody Allen will ich nicht aufessen und verdauen. Obwohl ich so Hunger habe.
Ich frage mich schon während des Films, meint der Regisseur es ernst oder spaßig? Soll mich der Film eher amüsieren oder soll ich mehr auf meine Mitmenschen achten?
In einem Interview der Gala sagt Cate Blanchett, sie habe sich einige YouTube Videos angesehen um zu erfahren wie es ist depressiv zu sein und unter bestimmter Medikation zu agieren. Es sei nicht angenehm für Menschen sich mit dem Wahnsinn aus zu setzen.
Wollte Woody den Wahnsinn des Lebens aufzeigen? Macht er das nicht immer?
Reingehen, Film gut finden. Das Leben ist zu kurz für schlechte Kritiken.
Das nächste Mal könnt ihr, wenn ihr mögt meine Kritik zu “The lunchbox“ lesen.
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