DON JON
Ein super Film. Ein Film, der genau hält was er verspricht.
Ich hab den Trailer gesehen und war überrascht, das Joseph-Gordon sich mit diesem Thema beschäftigt. Es geht um Pornosucht. Aber der Film ist nicht einfach nur ein Film über einen Jungen, der an Pornosucht leidet sondern der Film ist viel komplexer, überraschender und liebevoller als gedacht. Das Filmplakat lässt tief blicken, aber das versteht man erst, wenn man den Film gesehen hat. Der Junge lebt in New Jersey, er besucht regelmäßig mit seinen Eltern die Kirche, katholisch korrekt geht er auch zur Beichte. Seine Beichten verraten wie oft er masturbiert und Sex hat.
Der Film ist alles sexy, witzig, neu und offen. Kürzere Adjektive sind mir nicht eingefallen.
Wir lieben und feiern ja “500 days of summer“ immer noch. Da hatte ja auch Joseph-Gordon schon mit produziert. Aber dass er mich mit seinem neuen eigenen (written and directed by) Film so begeistern würde, das hätte ich einfach nicht gedacht.
Wenn ich heute Mittag nicht Todeslangeweile gehabt hätte, dann hätte ich mir diesen Film auch gar nicht erst angesehen.
Der Vater von Don Jon wird gespielt von dem Vater von “Wer ist hier der Boss?“ Mit ihm und Scarlett Johansson liegt der Film ganz oben in der Reihe 1001 Film, den man gesehen haben muss.
Genialer Cast, irre Story, toller Schnitt und gute Musik, dieser Film ist eine Hommage an das einfache Volk und von mir viel lieber gesehen als der neue von Woody Allen.
Mit aufschäumender Euphorie hab ich meinen Freunden von diesem Film erzählt und immer wieder beim erzählen ist mir aufgefallen, wie sehr ich diesen Film schätze.
Das nächste Mal geht es um: Der Hobbit 2
Freitag, 20. Dezember 2013
VENUS IM PELZ
Eine Verfilmung der Adaption eines berühmten Buches aus dem Jahr 1800 irgendwas.
Der Film spielt in einem Pariser Theater, in jenem der Regisseur versucht eine Venus, Göttin also Schauspielerin zu casten. Sie tritt verlottert auf, aber sie ist die letzte und der Regisseur gibt ihr eine Chance. Sie spricht vor und es stellt sich heraus sie kennt den kompletten Text auswendig. Ein Klischee nach dem anderen wird abgehandelt. Alles wiederholt sich, das Buch im Film, dass Theaterstück in der Beziehung der spielenden Charaktere.
Es ist ein einziger Spaß und wird oder wirkt in keiner Szene langweilig. Es ist ganz und gar nicht plump oder zu nackt. Nein, ganz fein und im Detail lernen wir viel über die empfindliche Beziehung zwischen einer Frau und dem Mann.
Ein Filmfan sagte: “Diesen Film sollte sich jeder Mann anschauen, der eine Frau kennen lernen möchte.“
Der Film erinnert mich mit seiner fast schon edukativen Message sich mit Weltliteratur zu beschäftigen, an Woody Allen's Aphrodite. Wie ihr wisst bin ich ein großer Fan beider Regisseure. Dass Polanski dem Publikum aber so nahe kommt, hätte ich nicht gedacht. Ein Kinofilm mit nur zwei Schauspielern an einem einzigen Set spielend. Oder ist sein letzter Film “Gott des Gemetzels“ ein Vorbote gewesen?
Dass nun auch seine Frau mitspielt, die ich aus einer tollen französischen Komödie kenne (le code a changé, 2009).
Sie spielt wundervoll. Keine Frage. Sie ist fast schon eine Samantha, eine femme fatale übersetzt in unsere Zeit.
Das nächste Mal geht es um: Don Jon.
GRAVITY
Ein spannender Film mit Superstar Sandra Bullock. Der Film spielt im Weltraum und ausschliesslich im Weltraum. Bis auf die letzte Szene, in der sie sich auf die Erde rettet.
Wir haben ja schon viele Tops und Flops im Weltraum verfolgt. Sei es die Bombe von Kubrick, ... Dieser hier sollte sich nun einreihen in die Lieblingsweltraumfilme. Tut er auch irgendwie, denn das Spiel der Bullock ist recht gut, der Clooney macht sich eine gute Figur, entschwindet aber zu früh. Die Effekte wurden gelobt und das 3D würde endlich Sinn machen. Ich muss zugeben ich bin kein Fan vom 3D. Weder von der Silberwand die über die Leinwand im Kino kommt noch von der “rotes Auge, grünes Auge“-3D Brille. Es macht nur Sinn wenn auch die Szene, die Einstellung stimmt. Wieso sollte ich einen Dialog in 3D ansehen?
Wieso eine Liebesgeschichte in 3D verfolgen?
Zurück zum Film und das ist es leider. Man bleibt nicht lange beim Thema. Einen Tag später hat man die Sandra ein Mann Show schon vergessen. Es wäre übertrieben, die deswegen auch nur für den Oscar zu nominieren. (Gab's da nicht Gerüchte?) Zu oberflächlich die Geschichte. Zu patriotisch das Ende.
Obwohl es etwas hätte werden können, schließlich geht es um den allerwichtigsten aller unserer Instinkte, unser Überlebenswille, die Hoffnung auf Leben.
Es hätte philosophisch werden können, es hätte Action werden können. Aber beides hat nicht geklappt.
Schade.
Das nächste Mal geht es um Venus im Pelz.
Das nächste Mal geht es um Venus im Pelz.
Dienstag, 3. Dezember 2013
DIE TRIBUTE VON PANEM
Ersten fünf Minuten viel Gelaaaaber. Close up von Jennifer, mystische andere Charaktere und ein Kuss. Na ja.
Ich will rausgehen.
Die erste Action, es wird interessant. Man versteht nicht ganz, weil man bis jetzt vor Langeweile gepennt hat. Dann geht's los. Die Hunger Games gehen los. Und tatsächlich will ich das Buch kaufen und verschlingen.
Wann ist der ganze Hype an mir vorbeigeflogen?
Also Kinder holt euch das Buch. Lasst uns zusammen lesen. Keiner braucht diesen Millionen Dollar Blockbuster. Wie sich der Schriftsteller bei solch einer Vergewaltigung fühlen muss?
Lest das nächste Mal über “Der Schaum der Tage“
MALAVITA
Michelle Pfeiffer und Danny deVito
Eine Mafiafamilie, die inkognito in eine Kleinstadt in Frankreich untertauchen muss. Jeder in der Familie hat das Mafiadasein sozusagen im Blut. Die Tochter ist zu brutal, die Mutter steckt einen Supermarkt in Brand. Der Vater will sich anscheinend wirklich zur Ruhe setzen und schreibt an seinen Memoiren.
Die Geschichten um Mafia gehen immer. Der Trailer ist witzig, die Schauspieler kommen aus den ernstgemeinten Mafiafilmen. Der Regisseur ist Luc “LeMaster“ Besson.
Leider ist der Film aber auch vorhersehbar und nicht immer witzig. Die Schnittfolge ist zu schnell um Sympathie für die Schauspieler zu empfinden.
Die Bilder allerdings sind super gut und auch die Dialoge sind intelligent.
Wie gesagt ein bisschen witziger geht's immer.
Ich denke seit James Gandolfini in den Sopranos ist die Latte einfach zu hoch gesetzt worden. RIP.
Das nächste Mal schau ich mir “Die Tribute von Panem“ an.
CAPTAIN PHILLIPS
Ich durfte Captain Phillips in einer SneakPeak sehen. Ich hatte den Trailer gesehen und war begeistert. Ich kann mich gut an 2009 erinnern. Die Nachrichten waren voll von Piratengeschichten. Das aber auch tatsächlich ein Kapitän des Schiffs gekidnappt wurde daran kann ich mich nicht erinnern. Umso interessanter, dass der Film aus der Sicht des Kapitäns erzählt. Die wahre Geschichte und der Film, so steht es jetzt in allen Medien haben nicht viel gemeinsam. Aber wie und was zeigt man genau in einem solchen vermeintlichen Action Thriller, der auf einem Containerfrachter und zur See spielt? Der Regisseur stellt die Hauptakteure vor, Tom Hanks und den Piraten. Es geht aufs Schiff. Der Sonarradar spielt verrückt. Es nähen sich mit rasender Geschwindigkeit zwei kleine Fischerboote. Der Kapitän ist vorbereitet, er wurde gewarnt, andere amerikanische Frachter wurden bereits angegriffen. Dann geht's los, die Piraten gelangen an Bord. Allmählich merkt der Zuschauer auch, dass einer der Piraten nicht gerade dumm ist. Es kommt zu strategisch wichtigen Dialogen. Zum Beispiel: “C9!“ - “Versenkt.“ Spaß.
Wie in jedem Film mit Tom Hanks ist man sofort in der Geschichte drin. Es muss einfach sein mit ihm zu drehen. Hanks einer der besten Schauspieler unserer Zeit.
Faysal Ahmed ist der Pirat und spielt verrückt gut. Nach dem Film will man direkt wissen, woher er kommt und warum zum Teufel er so dünn ist.
Der Film geht eine Stunde vierzehn aber man hat keine Sekunde um über das Gesehene nachzudenken. Absolut genial.
Zum Ende hin wird es leider wie erwartet patriotisch, amerikanisch. Die Navy Seals kümmern sich um den gekidnappten Kapitän und es wird klar, dass die Amerikaner überlegen sind nicht nur strategisch.
Trotzdem blieb das Publikum guter Laune bis in die letzte Minute.
Reingehen. Bevor wir uns Tom Hanks als Walt Disney ansehen müssen.
Das nächste Mal schauen wir uns gemeinsam “Malavita“ an.
Der Film geht eine Stunde vierzehn aber man hat keine Sekunde um über das Gesehene nachzudenken. Absolut genial.
Zum Ende hin wird es leider wie erwartet patriotisch, amerikanisch. Die Navy Seals kümmern sich um den gekidnappten Kapitän und es wird klar, dass die Amerikaner überlegen sind nicht nur strategisch.
Trotzdem blieb das Publikum guter Laune bis in die letzte Minute.
Reingehen. Bevor wir uns Tom Hanks als Walt Disney ansehen müssen.
Das nächste Mal schauen wir uns gemeinsam “Malavita“ an.
THE COMPANY YOU KEEP
Dieser Film ist sehr gut. Ich glaube mittlerweile wird er nicht mehr in den Kinos gezeigt, also macht euch bereit für den besten DVD-Abend seit langem.
Die Geschichte ist spannend, die Schauspieler sind mitreißend, spielen sehr gut.
Es geht um, ja, Verschwörungstheorien, es geht um Ehre, die amerikanische Regierung, den Vietnam Krieg und eine Studentenbewegung. Ja, alles schon gehört, alles schon gesehen. Trotzdem schafft es der Regisseur, dass offensichtliche zu mystifizieren und die Charaktere so zu malen, das man es nicht erwarten kann bis sich alles aufklärt und man endlich weiß, wieso und warum.
Nein, man wartet nicht sehnsüchtig auf das Ende. Das Ende ist überraschend, fügt sich aber in das Gesamtbild. Der Film hat eine angenehme Vitesse.
Es klingt so als wäre der Film eine Mischung aus anderen Filmen. Aber auch das ist nicht richtig.
Das nächste Mal geht es um “Captain Phillips“
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