Dienstag, 3. Dezember 2013

CAPTAIN PHILLIPS

Ich durfte Captain Phillips in einer SneakPeak sehen. Ich hatte den Trailer gesehen und war begeistert. Ich kann mich gut an 2009 erinnern. Die Nachrichten waren voll von Piratengeschichten. Das aber auch tatsächlich ein Kapitän des Schiffs gekidnappt wurde daran kann ich mich nicht erinnern. Umso interessanter, dass der Film aus der Sicht des Kapitäns erzählt. Die wahre Geschichte und der Film, so steht es jetzt in allen Medien haben nicht viel gemeinsam. Aber wie und was zeigt man genau in einem solchen vermeintlichen Action Thriller, der auf einem Containerfrachter und zur See spielt? Der Regisseur stellt die Hauptakteure vor, Tom Hanks und den Piraten. Es geht aufs Schiff. Der Sonarradar spielt verrückt. Es nähen sich mit rasender Geschwindigkeit zwei kleine Fischerboote. Der Kapitän ist vorbereitet, er wurde gewarnt, andere amerikanische Frachter wurden bereits angegriffen. Dann geht's los, die Piraten gelangen an Bord. Allmählich merkt der Zuschauer auch, dass einer der Piraten nicht gerade dumm ist. Es kommt zu strategisch wichtigen Dialogen. Zum Beispiel: “C9!“ - “Versenkt.“ Spaß.
Wie in jedem Film mit Tom Hanks ist man sofort in der Geschichte drin. Es muss einfach sein mit ihm zu drehen. Hanks einer der besten Schauspieler unserer Zeit.
Faysal Ahmed ist der Pirat und spielt verrückt gut. Nach dem Film will man direkt wissen, woher er kommt und warum zum Teufel er so dünn ist.
Der Film geht eine Stunde vierzehn aber man hat keine Sekunde um über das Gesehene nachzudenken. Absolut genial.
Zum Ende hin wird es leider wie erwartet patriotisch, amerikanisch. Die Navy Seals kümmern sich um den gekidnappten Kapitän und es wird klar, dass die Amerikaner überlegen sind nicht nur strategisch.
Trotzdem blieb das Publikum guter Laune bis in die letzte Minute.
Reingehen. Bevor wir uns Tom Hanks als Walt Disney ansehen müssen.

Das nächste Mal schauen wir uns gemeinsam “Malavita“ an.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen