Freitag, 20. Dezember 2013

VENUS IM PELZ

Eine Verfilmung der Adaption eines berühmten Buches aus dem Jahr 1800 irgendwas. 
Der Film spielt in einem Pariser Theater, in jenem der Regisseur versucht eine Venus, Göttin also Schauspielerin zu casten. Sie tritt verlottert auf, aber sie ist die letzte und der Regisseur gibt ihr eine Chance. Sie spricht vor und es stellt sich heraus sie kennt den kompletten Text auswendig. Ein Klischee nach dem anderen wird abgehandelt. Alles wiederholt sich, das Buch im Film, dass Theaterstück in der Beziehung der spielenden Charaktere. 
Es ist ein einziger Spaß und wird oder wirkt in keiner Szene langweilig. Es ist ganz und gar nicht plump oder zu nackt. Nein, ganz fein und im Detail lernen wir viel über die empfindliche Beziehung zwischen einer Frau und dem Mann. 
Ein Filmfan sagte: “Diesen Film sollte sich jeder Mann anschauen, der eine Frau kennen lernen möchte.“
Der Film erinnert mich mit seiner fast schon edukativen Message sich mit Weltliteratur zu beschäftigen, an Woody Allen's Aphrodite. Wie ihr wisst bin ich ein großer Fan beider Regisseure. Dass Polanski dem Publikum aber so nahe kommt, hätte ich nicht gedacht. Ein Kinofilm mit nur zwei Schauspielern an einem einzigen Set spielend. Oder ist sein letzter Film “Gott des Gemetzels“ ein Vorbote gewesen?
Dass nun auch seine Frau mitspielt, die ich aus einer tollen französischen Komödie kenne (le code a changé, 2009).
Sie spielt wundervoll. Keine Frage. Sie ist fast schon eine Samantha, eine femme fatale übersetzt in unsere Zeit.

Das nächste Mal geht es um: Don Jon.

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