DON JON
Ein super Film. Ein Film, der genau hält was er verspricht.
Ich hab den Trailer gesehen und war überrascht, das Joseph-Gordon sich mit diesem Thema beschäftigt. Es geht um Pornosucht. Aber der Film ist nicht einfach nur ein Film über einen Jungen, der an Pornosucht leidet sondern der Film ist viel komplexer, überraschender und liebevoller als gedacht. Das Filmplakat lässt tief blicken, aber das versteht man erst, wenn man den Film gesehen hat. Der Junge lebt in New Jersey, er besucht regelmäßig mit seinen Eltern die Kirche, katholisch korrekt geht er auch zur Beichte. Seine Beichten verraten wie oft er masturbiert und Sex hat.
Der Film ist alles sexy, witzig, neu und offen. Kürzere Adjektive sind mir nicht eingefallen.
Wir lieben und feiern ja “500 days of summer“ immer noch. Da hatte ja auch Joseph-Gordon schon mit produziert. Aber dass er mich mit seinem neuen eigenen (written and directed by) Film so begeistern würde, das hätte ich einfach nicht gedacht.
Wenn ich heute Mittag nicht Todeslangeweile gehabt hätte, dann hätte ich mir diesen Film auch gar nicht erst angesehen.
Der Vater von Don Jon wird gespielt von dem Vater von “Wer ist hier der Boss?“ Mit ihm und Scarlett Johansson liegt der Film ganz oben in der Reihe 1001 Film, den man gesehen haben muss.
Genialer Cast, irre Story, toller Schnitt und gute Musik, dieser Film ist eine Hommage an das einfache Volk und von mir viel lieber gesehen als der neue von Woody Allen.
Mit aufschäumender Euphorie hab ich meinen Freunden von diesem Film erzählt und immer wieder beim erzählen ist mir aufgefallen, wie sehr ich diesen Film schätze.
Das nächste Mal geht es um: Der Hobbit 2
Freitag, 20. Dezember 2013
VENUS IM PELZ
Eine Verfilmung der Adaption eines berühmten Buches aus dem Jahr 1800 irgendwas.
Der Film spielt in einem Pariser Theater, in jenem der Regisseur versucht eine Venus, Göttin also Schauspielerin zu casten. Sie tritt verlottert auf, aber sie ist die letzte und der Regisseur gibt ihr eine Chance. Sie spricht vor und es stellt sich heraus sie kennt den kompletten Text auswendig. Ein Klischee nach dem anderen wird abgehandelt. Alles wiederholt sich, das Buch im Film, dass Theaterstück in der Beziehung der spielenden Charaktere.
Es ist ein einziger Spaß und wird oder wirkt in keiner Szene langweilig. Es ist ganz und gar nicht plump oder zu nackt. Nein, ganz fein und im Detail lernen wir viel über die empfindliche Beziehung zwischen einer Frau und dem Mann.
Ein Filmfan sagte: “Diesen Film sollte sich jeder Mann anschauen, der eine Frau kennen lernen möchte.“
Der Film erinnert mich mit seiner fast schon edukativen Message sich mit Weltliteratur zu beschäftigen, an Woody Allen's Aphrodite. Wie ihr wisst bin ich ein großer Fan beider Regisseure. Dass Polanski dem Publikum aber so nahe kommt, hätte ich nicht gedacht. Ein Kinofilm mit nur zwei Schauspielern an einem einzigen Set spielend. Oder ist sein letzter Film “Gott des Gemetzels“ ein Vorbote gewesen?
Dass nun auch seine Frau mitspielt, die ich aus einer tollen französischen Komödie kenne (le code a changé, 2009).
Sie spielt wundervoll. Keine Frage. Sie ist fast schon eine Samantha, eine femme fatale übersetzt in unsere Zeit.
Das nächste Mal geht es um: Don Jon.
GRAVITY
Ein spannender Film mit Superstar Sandra Bullock. Der Film spielt im Weltraum und ausschliesslich im Weltraum. Bis auf die letzte Szene, in der sie sich auf die Erde rettet.
Wir haben ja schon viele Tops und Flops im Weltraum verfolgt. Sei es die Bombe von Kubrick, ... Dieser hier sollte sich nun einreihen in die Lieblingsweltraumfilme. Tut er auch irgendwie, denn das Spiel der Bullock ist recht gut, der Clooney macht sich eine gute Figur, entschwindet aber zu früh. Die Effekte wurden gelobt und das 3D würde endlich Sinn machen. Ich muss zugeben ich bin kein Fan vom 3D. Weder von der Silberwand die über die Leinwand im Kino kommt noch von der “rotes Auge, grünes Auge“-3D Brille. Es macht nur Sinn wenn auch die Szene, die Einstellung stimmt. Wieso sollte ich einen Dialog in 3D ansehen?
Wieso eine Liebesgeschichte in 3D verfolgen?
Zurück zum Film und das ist es leider. Man bleibt nicht lange beim Thema. Einen Tag später hat man die Sandra ein Mann Show schon vergessen. Es wäre übertrieben, die deswegen auch nur für den Oscar zu nominieren. (Gab's da nicht Gerüchte?) Zu oberflächlich die Geschichte. Zu patriotisch das Ende.
Obwohl es etwas hätte werden können, schließlich geht es um den allerwichtigsten aller unserer Instinkte, unser Überlebenswille, die Hoffnung auf Leben.
Es hätte philosophisch werden können, es hätte Action werden können. Aber beides hat nicht geklappt.
Schade.
Das nächste Mal geht es um Venus im Pelz.
Das nächste Mal geht es um Venus im Pelz.
Dienstag, 3. Dezember 2013
DIE TRIBUTE VON PANEM
Ersten fünf Minuten viel Gelaaaaber. Close up von Jennifer, mystische andere Charaktere und ein Kuss. Na ja.
Ich will rausgehen.
Die erste Action, es wird interessant. Man versteht nicht ganz, weil man bis jetzt vor Langeweile gepennt hat. Dann geht's los. Die Hunger Games gehen los. Und tatsächlich will ich das Buch kaufen und verschlingen.
Wann ist der ganze Hype an mir vorbeigeflogen?
Also Kinder holt euch das Buch. Lasst uns zusammen lesen. Keiner braucht diesen Millionen Dollar Blockbuster. Wie sich der Schriftsteller bei solch einer Vergewaltigung fühlen muss?
Lest das nächste Mal über “Der Schaum der Tage“
MALAVITA
Michelle Pfeiffer und Danny deVito
Eine Mafiafamilie, die inkognito in eine Kleinstadt in Frankreich untertauchen muss. Jeder in der Familie hat das Mafiadasein sozusagen im Blut. Die Tochter ist zu brutal, die Mutter steckt einen Supermarkt in Brand. Der Vater will sich anscheinend wirklich zur Ruhe setzen und schreibt an seinen Memoiren.
Die Geschichten um Mafia gehen immer. Der Trailer ist witzig, die Schauspieler kommen aus den ernstgemeinten Mafiafilmen. Der Regisseur ist Luc “LeMaster“ Besson.
Leider ist der Film aber auch vorhersehbar und nicht immer witzig. Die Schnittfolge ist zu schnell um Sympathie für die Schauspieler zu empfinden.
Die Bilder allerdings sind super gut und auch die Dialoge sind intelligent.
Wie gesagt ein bisschen witziger geht's immer.
Ich denke seit James Gandolfini in den Sopranos ist die Latte einfach zu hoch gesetzt worden. RIP.
Das nächste Mal schau ich mir “Die Tribute von Panem“ an.
CAPTAIN PHILLIPS
Ich durfte Captain Phillips in einer SneakPeak sehen. Ich hatte den Trailer gesehen und war begeistert. Ich kann mich gut an 2009 erinnern. Die Nachrichten waren voll von Piratengeschichten. Das aber auch tatsächlich ein Kapitän des Schiffs gekidnappt wurde daran kann ich mich nicht erinnern. Umso interessanter, dass der Film aus der Sicht des Kapitäns erzählt. Die wahre Geschichte und der Film, so steht es jetzt in allen Medien haben nicht viel gemeinsam. Aber wie und was zeigt man genau in einem solchen vermeintlichen Action Thriller, der auf einem Containerfrachter und zur See spielt? Der Regisseur stellt die Hauptakteure vor, Tom Hanks und den Piraten. Es geht aufs Schiff. Der Sonarradar spielt verrückt. Es nähen sich mit rasender Geschwindigkeit zwei kleine Fischerboote. Der Kapitän ist vorbereitet, er wurde gewarnt, andere amerikanische Frachter wurden bereits angegriffen. Dann geht's los, die Piraten gelangen an Bord. Allmählich merkt der Zuschauer auch, dass einer der Piraten nicht gerade dumm ist. Es kommt zu strategisch wichtigen Dialogen. Zum Beispiel: “C9!“ - “Versenkt.“ Spaß.
Wie in jedem Film mit Tom Hanks ist man sofort in der Geschichte drin. Es muss einfach sein mit ihm zu drehen. Hanks einer der besten Schauspieler unserer Zeit.
Faysal Ahmed ist der Pirat und spielt verrückt gut. Nach dem Film will man direkt wissen, woher er kommt und warum zum Teufel er so dünn ist.
Der Film geht eine Stunde vierzehn aber man hat keine Sekunde um über das Gesehene nachzudenken. Absolut genial.
Zum Ende hin wird es leider wie erwartet patriotisch, amerikanisch. Die Navy Seals kümmern sich um den gekidnappten Kapitän und es wird klar, dass die Amerikaner überlegen sind nicht nur strategisch.
Trotzdem blieb das Publikum guter Laune bis in die letzte Minute.
Reingehen. Bevor wir uns Tom Hanks als Walt Disney ansehen müssen.
Das nächste Mal schauen wir uns gemeinsam “Malavita“ an.
Der Film geht eine Stunde vierzehn aber man hat keine Sekunde um über das Gesehene nachzudenken. Absolut genial.
Zum Ende hin wird es leider wie erwartet patriotisch, amerikanisch. Die Navy Seals kümmern sich um den gekidnappten Kapitän und es wird klar, dass die Amerikaner überlegen sind nicht nur strategisch.
Trotzdem blieb das Publikum guter Laune bis in die letzte Minute.
Reingehen. Bevor wir uns Tom Hanks als Walt Disney ansehen müssen.
Das nächste Mal schauen wir uns gemeinsam “Malavita“ an.
THE COMPANY YOU KEEP
Dieser Film ist sehr gut. Ich glaube mittlerweile wird er nicht mehr in den Kinos gezeigt, also macht euch bereit für den besten DVD-Abend seit langem.
Die Geschichte ist spannend, die Schauspieler sind mitreißend, spielen sehr gut.
Es geht um, ja, Verschwörungstheorien, es geht um Ehre, die amerikanische Regierung, den Vietnam Krieg und eine Studentenbewegung. Ja, alles schon gehört, alles schon gesehen. Trotzdem schafft es der Regisseur, dass offensichtliche zu mystifizieren und die Charaktere so zu malen, das man es nicht erwarten kann bis sich alles aufklärt und man endlich weiß, wieso und warum.
Nein, man wartet nicht sehnsüchtig auf das Ende. Das Ende ist überraschend, fügt sich aber in das Gesamtbild. Der Film hat eine angenehme Vitesse.
Es klingt so als wäre der Film eine Mischung aus anderen Filmen. Aber auch das ist nicht richtig.
Das nächste Mal geht es um “Captain Phillips“
Donnerstag, 28. November 2013
LAST NIGHT
Liebes Filmtagebuch,
gestern habe ich "Last night" sehen dürfen.
Ein Film von Massy Tadjedin.
Massy Tadjedin ist eine iranisch-amerikanische Filmregisseurin und Autorin. 1987 in Teheran geboren. Ich hege schon länger eine On and off Liebe zu iranischen Filmen, oder Filmen aus der Feder eines iranischen Regisseurs. Da wären "Huhn mit Pflaumen", "Une seperation", Dokumentarfilme wie "Iran - Im Reich der Schüssel" oder ...
Last night spielt aus der Sicht Keira Knightley's, die eine glückliche Beziehung führt aber durch eine Begegnung eines alten Freundes dazu verführt wird fremd zu gehen.
Der Film ist in einem blau schwarz gedreht. Eine Atmosphäre, die schmeichelt. Keira spielt schön und ist genau die richtige Besetzung für dieses verletzliche Mädchen. Sie spielt eine Schriftstellerin mit Begabung aber auch Schreibblockade. Besonders in Erinnerung ist mir geblieben wie sie mit ihrem zierlichen Körper auf der Fensterbank ihrer Wohnung sitzt.
Ich mag die Herangehensweise an das kritische Thema des Fremdgehens. Es ist eben nicht einfach nur Betrug sondern das Resultat einer Lebensgeschichte. Ein Teil einer Geschichte. Jeder hat seine Gründe für seine Entscheidungen.
Oscar Wilde sagte mal, man solle der Verführung nachgeben, denn man wisse nicht ob die Verführung wieder käme.
Leßt das nächste Mal über “Der Duft der Frauen“
Mittwoch, 27. November 2013
MAN OF STEEL
Liebes Filmtagebuch,
heute habe ich den Film "Man of steel" geschaut.
Der neue Film von einem meiner Lieblingsregisseuren Christopher Nolan. Mit Filmen wie "Inception", die neue Batman Reihe "The dark knight" hat er mich schon vor Jahren überzeugt. Aber wie das so mit der Liebe zu Regisseuren ist, es dauert Jahre bis man sich bewusst wird, dass man einen Lieblingsregisseur findet und sich seiner Liebe zu den Filmen bewusst wird.
Nun, "Man of steel" wurde groß gehypet. Werbung bis zum geht nicht mehr.
Auch mich hat es erwischt, als ich den nichtssagenden aber dadurch besonders spannenden Trailer gesehen habe. Ich war schon immer ein Fan von Comicverfilmungen und bin ein Fan von Clark Kent und Louis Lane seit ich die amerikanische Serie im deutschen TV gesehen habe. Clark Kent damals gespielt von dem wunderschönen Dean Cain, den ich sogar einmal am Frankfurter Flughafen begegnen durfte.
Aber kommen wir zum Film. Die Filmmusik ist ähnlich imposant und düster wie in den Dark knight Verfilmungen. Die Bilder sind auch eher düster und der Film beginnt mit einer Szene in Outer space, auf Krypton, dem Planeten auf dem Superman geboren wurde. Den Vater von Superman spielt Russel Crowe. Der weltliche Vater wird gespielt von Kevin Costner. Louis Lane ist Isla Fisher (sieht Amy Adams nicht haargenau aus wie Isla Fisher?). Alles Schauspieler, die ich gerne sehe. Und die ich mich freue zusammen wiederzusehen. Journalismus, Militär, Verschwörungen, außerirdische Intelligenz all dies sind Themen, die der Film gerne aufgreift. Auch Lois Lane ist nicht einfach nur eine Journalistin eines lokalen Blattes in Metropolis, sondern eine agressive Journalistin, mit internationalen Kontakten. In der vierundvierzigsten Minute tritt Superman seinem Vater gegenüber. Er sagt tatsächlich "Ich bin Dein Vater."
Die düstere Technik, Mechanik. Die Szenen sind fast schwarz weiß gehalten. Es erinnert an Star wars, wenn ich Star wars je bewusst gesehen hätte. Der Regisseur tobt sich aus. Ich schätze man will mal wieder 3D in seiner besten Form zeigen. Mich nervt das 3D nur. Mich würde es freuen, wenn ich im Kino immer einen perfekten Platz hätte, aber wer hat schon Zeit seinen Kinobesuch lange zu planen? Mich würde 3D freuen, wenn ich ein Heimkino hätte und die Lautstärke regulieren könnte, aber wer hat schon genug Geld um sich ein tolles Heimkino zu kaufen?
Die Geschichte, eine außerirdische Zivilisation, die untergeht, weil die Geburtenkontrolle der Regierung den natürlichen Lauf der Welt stört. Der Kern des Planeten Krypton gerät aus dem Gleichgewicht. Puff.
Mein Urteil: Na ja.
Noch habe ich den Film nicht annähernd bis zur Hälfte angesehen. Vielleicht werde ich ihn mir im Kino ansehen.
Jetzt hat Superman seine Uniform an und fliegt das erste Mal. Die Musik ist imperialistisch. Weiter gehts mit Louis Lane, die Recherchen über Clark Kent macht.
The Lunchbox
Mit Irrfan Khan und Nimrat Kaur
Dieser Film ist wirklich herzerwärmene, zu dieser Jahreszeit genau das Richtige.
Zwei einsame Seelen treffen durch Zufall aufeinander, es verbindet sie eine Brieffreundschaft, die charmant und tiefgründig ist. So steht es in den Beschreibungen zum Film. Sieht man den Trailer weiß man nicht recht um welche Art Film es sich handelt.
Aber sitzt man im Kino weiß man schon in den ersten zehn Minuten, dass der Film ein ganz großer werden könnte. Der Humor ist fein und pointiert. Die Charaktere sind charmant. Die Kulisse ist schlicht gehalten obwohl es sich um die Millionenstadt Mumbai handelt.
Besonders war ich auch von den deutschen Synchronstimmen fasziniert.
Irrfan Khan spielt den bald-pensionierten Schadensberechner und gibt den verschrobenen Witwer und das so liebenswürdig und trotzdem ohne viele Worte. Ihm kommen die meisten Lacher zu und das obwohl er die Komik nur mit einem Blick erzielt. Genial.
Nimrat Kaur, eine mir noch unbekannte Schauspielerin glänzt mit Schönheit und Weisheit genauso wie mit Zurückhaltung und Selbstbewusstsein in ihrer Rolle und auch als Talent.
Ein Film der so sehr entschleunigt. Ein Film, der mit so viel Geduld das fahrende Essen der Dabbawallahs zeigt. Ein Film, der sich Zeit nimmt und auch erinnert was wirklich wichtig ist im Leben. Die reinen und klaren Gedanken eines jeden vielleicht. Einfach mal einen Brief schreiben, an sich selbst oder an einen anderen und sich darüber klar werden.
Das nächste Mal lest Ihr über “Babel“.
Dienstag, 26. November 2013
The fugitive
Mit Harrison Ford und Tommy Lee Jones
Ein spannender und immer wieder gern gesehener Thriller um einen Arzt, der gleich zu Anfang des Films des Mordes seiner Ehefrau angezeigt und verurteilt wird. Der Bus, der ihn ins Gefängnis bringen soll verunglückt und er kann entkommen. Er entscheidet sich den Fall auf eigene Initiative hin zu untersuchen.
Tommy Lee Jones und Harrison Ford spielen unabhängig voneinander einfach hervorragend. Der Film rennt förmlich und wird an keiner Stelle langatmig. Höchstens vielleicht am Ende, wo es für den Zuschauer schon aufgeklärt wurde aber noch nicht zwischen den Hauptakteuren.
Normalerweise mag ich solche Filme/Thriller nur wenn es um Weltpolitik oder Regierungsverschwörungstheorien geht aber dieses Exemplar ist auch sehr interessant.
Ich konnte nicht umschalten. Und das sogar trotz Werbeunterbrechung im TV.
Der Film spielt in Chicago. Eine wunderschöne Stadt.
Das nächste Mal könnt Ihr etwas über den Film “The company you keep“ lesen.
Sonntag, 24. November 2013
BLUE JASMINE
Drehbuch und Regie Woody Allen
Mit Cate Blanchett und Alec Baldwin
Ein neuer Woody Allen Film. Wie lange haben wir darauf gewartet? Nein, eigentlich gar nicht so lange. Es ist immer wieder schön von Allen zu hören und in letzter Zeit auch und vielleicht eher zu sehen. Denn die letzteren Filme von Allen sind eher als Städteführer oder eher Städtehommagen in Erinnerung geblieben.
Bei mir nicht. Ich bin ein großer Fan von Allen und empfand die Filme als Kompliment an die Filmindustrie und das Leben. Eine gute Prise Humor und eine visuelle Sprache, die leicht verständlich und voller Ästhetik steckt.
Für Allen's Filme würde ich gerne ausschließlich die schönsten Worte finden. Aber diesmal war ich eher verstört als der Abspann lief. Eine Cate Blanchett, die den Film über rotunterlaufende Augen hat, sei es wegen Tränen oder wegen des Alkohols. Zu viel Realität, zu wenig Raum zum träumen. Einer Freundin hat besonders diese Realität gefallen. Für mich war es zu viel rohes Fleisch. Im ungekochten Sinne, zu blass, zu sehnig. Woody Allen auf meinem Teller? Ich lasse das Gericht zurückgehen. Nein, diesen Woody Allen will ich nicht aufessen und verdauen. Obwohl ich so Hunger habe.
Ich frage mich schon während des Films, meint der Regisseur es ernst oder spaßig? Soll mich der Film eher amüsieren oder soll ich mehr auf meine Mitmenschen achten?
In einem Interview der Gala sagt Cate Blanchett, sie habe sich einige YouTube Videos angesehen um zu erfahren wie es ist depressiv zu sein und unter bestimmter Medikation zu agieren. Es sei nicht angenehm für Menschen sich mit dem Wahnsinn aus zu setzen.
Wollte Woody den Wahnsinn des Lebens aufzeigen? Macht er das nicht immer?
Reingehen, Film gut finden. Das Leben ist zu kurz für schlechte Kritiken.
Das nächste Mal könnt ihr, wenn ihr mögt meine Kritik zu “The lunchbox“ lesen.
Freitag, 22. November 2013
"After earth"
Mit Will Smith
Ich war ziemlich gespannt auf den Film, fand den Trailer gut und wollte ihn eigentlich gerne sehen. Aber dann waren die Kritiken so schlecht und nirgendwo wurde man mehr auf diesen Film aufmerksam gemacht. Echt schade.
Jetzt, bestimmt mehr als ein halbes Jahr später habe ich ihn endlich gesehen und bin nochmals positiv überrascht gewesen. Ich war vorbereitet auf den nächsten Blockbuster mit lauten Soundeffekten und oder fiktiven Monstern und Bedrohungen in eben genau dieser postapokalyptischen Welt namens “after earth“.
Aber dem war gar nicht so. Mit einer kurzen Vorschau zum eigentlichen Kern des Films geht es los. Und das war es auch an überraschender und übertriebener Aktion. Es geht um den legendären Soldaten Will Smith, der mit seinem Sohn auf seine letzte Mission vor der Pension geht. Es geht auf ein Raumschiff, Turbulenzen, sie müssen notlanden auf der Erde. Lange Zeit nicht mehr vom Menschen bevölkert sieht es nun verwildert aber auch erholt aus auf der Erde. Beim Aufprall ist das Raumschiff in zwei gebrochen. Der Sohn muss alleine 100 km laufen um ein Notruf Signal vom hinteren Teil des Schiffes zu aktivieren. Abenteuer vorprogrammiert. Aber nicht nur Aktion und vielleicht sogar Level-hopping beherrscht den Film sondern eben auch die persönliche Entwicklung des kleinen Jungen und die Theorie über das Gefühl namens Angst.
Wie gesagt die Effekte, visuell und Audio sind nicht zu viel und lassen den Zuschauer eher das Schauspiel des Charakters bewundern und die Message verstehen.
Erst beim Abspann las ich, dass Will Smith zusammen mit Shyamalan diesen Film produziert hat. Mit Abstand der beste Film von Night M. und absolut sehenswert.
Schön auch, dass man den Fingerabdruck von Night M. wiedererkennt.
Bis zum nächsten Mal,
dann geht es um “Auf der Flucht / The fugitive“ Harrison Ford und Tommy Lee Jones
Mit Will Smith
Ich war ziemlich gespannt auf den Film, fand den Trailer gut und wollte ihn eigentlich gerne sehen. Aber dann waren die Kritiken so schlecht und nirgendwo wurde man mehr auf diesen Film aufmerksam gemacht. Echt schade.
Jetzt, bestimmt mehr als ein halbes Jahr später habe ich ihn endlich gesehen und bin nochmals positiv überrascht gewesen. Ich war vorbereitet auf den nächsten Blockbuster mit lauten Soundeffekten und oder fiktiven Monstern und Bedrohungen in eben genau dieser postapokalyptischen Welt namens “after earth“.
Aber dem war gar nicht so. Mit einer kurzen Vorschau zum eigentlichen Kern des Films geht es los. Und das war es auch an überraschender und übertriebener Aktion. Es geht um den legendären Soldaten Will Smith, der mit seinem Sohn auf seine letzte Mission vor der Pension geht. Es geht auf ein Raumschiff, Turbulenzen, sie müssen notlanden auf der Erde. Lange Zeit nicht mehr vom Menschen bevölkert sieht es nun verwildert aber auch erholt aus auf der Erde. Beim Aufprall ist das Raumschiff in zwei gebrochen. Der Sohn muss alleine 100 km laufen um ein Notruf Signal vom hinteren Teil des Schiffes zu aktivieren. Abenteuer vorprogrammiert. Aber nicht nur Aktion und vielleicht sogar Level-hopping beherrscht den Film sondern eben auch die persönliche Entwicklung des kleinen Jungen und die Theorie über das Gefühl namens Angst.
Wie gesagt die Effekte, visuell und Audio sind nicht zu viel und lassen den Zuschauer eher das Schauspiel des Charakters bewundern und die Message verstehen.
Erst beim Abspann las ich, dass Will Smith zusammen mit Shyamalan diesen Film produziert hat. Mit Abstand der beste Film von Night M. und absolut sehenswert.
Schön auch, dass man den Fingerabdruck von Night M. wiedererkennt.
Bis zum nächsten Mal,
dann geht es um “Auf der Flucht / The fugitive“ Harrison Ford und Tommy Lee Jones
Donnerstag, 21. November 2013
Liebes Filmtagebuch,
heute habe ich den Film `Analyze this` von Harold Ramis gesehen. Der Regisseur hat tolle Ideen und ich mochte seine Erscheinung schon in Ghostbuster als er selbst als Schauspieler Igor miemte. Harold Ramis hat viele tolle Filme gemacht und ich habe noch lange nicht alle gesehen. Ich hoffe seine Kreativität und sein Humor steckt an, denn schon lange kann ich die null acht fünfzehn Filme mit Monstern und Kriegen nicht mehr sehen. Wie immer bleibt der Regisseur relativ unbekannt und man ließt in den Medien nur, dass Robert de Niro einen neuen Film hat. Aber es ist ja auch immer eine kollektive Arbeit und ich bin sicher, dass Harold Ramis uns das verzeit, wenn wir seine Reihe `Analyze this` 1 und 2 in Erinnerung behalten, weil Robert de Niro und Billy Crystal ganz toll ihre Rollen spielen. Ein wirklicher Spaß und ich glaube ich habe beide Filme schon einmal nebenbei gesehen aber nie bewusst umso mehr Spaß hat es mir diesmal gemacht. Die humoristischen Szenen sind hervorragend und die Dialoge haben Geschwindigkeit, genauso wie die aufeinanderfolgenden Gags.
Das nächste Mal geht es um: “Blue Jasmine“
Cheeni kum
(Englischer Titel: Less sugar)
Zuckersüß und echt scharf
Mit Amitabh Bachchan
Ein Bollywood Film mit wenig Tamtam. Viel Herz und Seele. Drama und Liebe. Familie und das Leben.
Gestern also habe ich Cheeni kum gesehen. Er lief erst vor kurzem im Fernsehen, da hatte ich ihn verpasst. Es geht um den etwas in die Jahre gekommenen Spitzenkoch Buddha, der so von sich überzeugt in den ersten Szenen auf eine Dame trifft, die sein Essen zurückgehen lässt und sie deswegen im Restaurant ziemlich zurecht weißt. Aber sie lässt sich nichts erzählen und kehrt mit dem eigens gekochten Gericht zurück in seine Küche und stellt ihn bloß. Es folgen witzige Dialoge sowie realistische Selbstgespräche Buddhas.
Das Paar verliebt sich, verbringt Zeit miteinander. Alles spielt in London. Als der Vater der Protagonistin erkrankt geht es weiter in Delhi. Probleme folgen, wie zum Beispiel, dass die zwei dreißig Jahre Altersunterschied haben kommen auf. Trotzdem bleibt der Film trotz seiner käsigen Vorurteile gegenüber den zwischenmenschlichen Beziehungen positiv und humorvoll.
Ich mochte den Film nicht in jeder Szene aber die Dialoge und der absolut überzeugende Amitabh sind es Wert sich den Film anzusehen.
Genug für heute.
Morgen geht's weiter mit “after earth“
(Englischer Titel: Less sugar)
Zuckersüß und echt scharf
Mit Amitabh Bachchan
Ein Bollywood Film mit wenig Tamtam. Viel Herz und Seele. Drama und Liebe. Familie und das Leben.
Gestern also habe ich Cheeni kum gesehen. Er lief erst vor kurzem im Fernsehen, da hatte ich ihn verpasst. Es geht um den etwas in die Jahre gekommenen Spitzenkoch Buddha, der so von sich überzeugt in den ersten Szenen auf eine Dame trifft, die sein Essen zurückgehen lässt und sie deswegen im Restaurant ziemlich zurecht weißt. Aber sie lässt sich nichts erzählen und kehrt mit dem eigens gekochten Gericht zurück in seine Küche und stellt ihn bloß. Es folgen witzige Dialoge sowie realistische Selbstgespräche Buddhas.
Das Paar verliebt sich, verbringt Zeit miteinander. Alles spielt in London. Als der Vater der Protagonistin erkrankt geht es weiter in Delhi. Probleme folgen, wie zum Beispiel, dass die zwei dreißig Jahre Altersunterschied haben kommen auf. Trotzdem bleibt der Film trotz seiner käsigen Vorurteile gegenüber den zwischenmenschlichen Beziehungen positiv und humorvoll.
Ich mochte den Film nicht in jeder Szene aber die Dialoge und der absolut überzeugende Amitabh sind es Wert sich den Film anzusehen.
Genug für heute.
Morgen geht's weiter mit “after earth“
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